Monymusk Crosstasting Teil 1

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Im heutigen Cross-Tasting Review geht die Reise mal wieder mal nach Jamaika. Diesmal geht es aber nicht um Hampden, Long Pond oder Worthy Park, sondern um Monymusk (Clarendon Distillery)! Vielen Dank für die Samples an Marius und ins Rum-Club Forum an Knorke und RUMZ.

Wer noch ein paar Infos zur Destillerie haben möchte, kann diese HIER bei unserem Blog-Kollegen Marius von SCR nachlesen.

Hier ist nun Teil 1 des Monymusk Cross-Tastings! Viel Spaß damit,

Maik

Ultimatum Rum Single Cask Selection Monymusk 2007, Jamaica, 9y, 46% – In der Nase wirkt der Rum sehr sauer und eher unreif. Am Gaumen kommt wieder eine Note von trockenem, saurem Weisswein. Ganz interessant, aber doch eher störend. Dazu Muskatnuss, Koriandersamen und minimale dreckige Ester. Der Abgang ist sehr kurz und wenig charaktervoll. Fazit: Der Rum ins insgesamt nicht allzu spannend und die saure Note hat mich gestört. Dennoch ganz ordentliche und günstige Abfüllung für unter 30€. 79/100 Punkte.

Duncan Taylor Monymusk 2003, Jamaica, 10y, 53,5% – In der Nase Vanille-Kipferl, Banane und nicht-veresterte Buttersäure. Am Gaumen nehme ich angegorene Vanille-Sahne, Banane und Kräutertee wahr. Die dreckige Buttersäure-Note bleibt bestehen und eine leichte Adstringenz der Ester gepaart mit der Süße ist sehr gut miteinander verwoben. Der Alkohol ist etwas präsent aber nicht störend. Der Abgang ist mittellang, leicht kräutrig und man spürt hier schon schön den Fasseinfluss. Fazit: Mir schmeckt der Rum sehr lecker! Er wirkt für 10 Jahre schon recht reif und seine verschiedenen Nuancen passen ausgezeichnet zusammen. Mit ca. 50€ ein sehr fairer Preis. 87/100 Punkte.

Berrys‘ Best (Berry Bros & Rudd) Monymusk Estate for LMDW 2003, Jamaica, 12y, 55,4% – In der Nase Banane, Klebstoff, Mandel, dezenter Rauch und eine schöne Fehlnote von Buttersäure. Am Gaumen sehr viel kräutiger Honig, etwas Ester und eine dezente Adstringenz. Auch hier ist die Buttersäure-Note deutlich zu spüren. Der Abgang ist auch mittellang aber sehr störend mit Alkohol überladen. Fazit: Geschmacklich ist er sehr lecker und interessant. Er ist etwas kräutriger und schwerer als der DT, allerdings ist der Alkohol leider nicht so gut eingebunden. Schade eigentlich! Der Preis (>150€) ist hier zu hoch. 85/100 Punkte.

Port Royal Monymusk 1997, Jamaica, 7y, 46% – Die Nase wirkt etwas stumpf. Hier nehme ich angegorene zuvor in der Sonne geschmolzene Gummibärchen wahr (am meisten die mit Ananas) und dazu eine Zitrus-Buttersäure-Note. Am Gaumen taucht die Gummibärchen Note wieder sehr dominant auf. Dazu Pfeffer und ein paar Ester. Der Rum wirkt mit 46% etwas zu verdünnt. Der Abgang ist sehr kurz, herb-bitter und wieder etwas stumpf. Fazit: Die Gummibären-Note zusammen mit der Monymusk-typischen Buttersäure finde ich sehr interessant und ich habe ihn recht gern getrunken. Der Abgang ist leider sehr flach. Der Preis mit ca. 120€ zu hoch. 82/100 Punkte.